Freitag, 4. August 2017

Ein Ausflug nach GOTHA und ERFURT

Wir haben schon mehrmals interessante Plätze in den neuen Bundesländern besucht und waren überrascht, wie positiv sich alles entwickelt hat. Ich reiste 1964 (drei Jahre nach dem Bau der Mauer) im Alter von 20 Jahren zu meinen Verwandten in Stralsund und erlebte einerseits eine unglaubliche Gastfreundlichkeit und andrerseits die Mangelwirtschaft, die sich z.B. dadurch zeigte, dass ich meine Jeans verschenkt habe. Bereits 3 Jahre nach der Wende zog mein Sohn Jochen in den Ost-Teil von Berlin.

Von dort unternahmen wir im Oktober 1993 die ersten Ausflüge zum Kloster Chorin  und zum eindrucksvollen Schiffshebewerk Niederfinow. Das Kloster Chorin ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Nähe des Ortes Chorin etwa sechs Kilometer nördlich von Eberswalde im Brandenburger Landkreis Barnim. Es wurde 1258 von askanischen Markgrafen gegründet und hatte weitreichende Bedeutung am nördlichen Rand des Einflussbereichs der Askanier (Grenze mit den Slawen).

Das am 21. März 1934 in Betrieb genommene Schiffshebewerk ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals in Niederfinow/Brandenburg und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern zwischen der Scheitelhaltung und der Oderhaltung der Bundeswasserstraße Havel-Oder-Wasserstrasse, für die das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde zuständig ist.

Im Mai 2002 fuhren wir zu einer Erkundungstour in den Ost-Teil unseres geliebten Harzes, um von Schierke aus mit der Schmalspurbahn auf den Brocken zu fahren. Dies war ein besonderes Erlebnis, denn erstmals waren wir auf dem Berg, den man früher vom Gasthaus Brockenblick bei Hildesheim sehen konnte.

Kurz darauf wagten wir uns im Oktober 2002 nach Rügen. Die größte Insel Deutschlands war bereits 1964 (bei meinem 1. Besuch in Stralsund) über den Rügendamm leicht zu erreichen. Und ich erinnerte mich in meinen Reisebericht Stralsund an den Ausflug mit meinen Großeltern nach Binz. Als ich 38 Jahre dort später dort mit Jutta unterwegs war, konnte ich nichts wiedererkennen und die damalige Leichtigkeit war hinter den Prachtbauten verschwunden. Das Preisniveau war schwindelerregend.

Die Jungfernfahrt mit dem neuen Opel Combo Tour (Diesel!) ging im Mai 2004 nach Eisenach. Auf  dem Wege dorthin besuchten wir die berühmte Wartburg. Es war nicht zu übersehen: Dies war ureigentliches Luther-Land. Man konnte es auch sehr gut spüren. Es ist schon bemerkenswert, wie der protestantische Glaube die Bedrängungen durch den Kommunismus in der DDR überstehen konnte. Es waren unsere Mitbürger, die ich bereits 1964 bei meinem Besuch in Stralsund so positiv erleben konnte.

Besonders erlebnisreich war unsere zweite Reise in die Ex-DDR mit dem neuen Opel Combo Tour nach  Dresden.Wir wollten meinen 60. Geburtstag (am 13. November 2004) an der Elbe feiern. Aber erst hatten auf der Autobahn kurz vor Dresden ein Autopanne. Gottseidank war dies in der Nähe einer Haltebucht und mit vereinten Kräften konnten Jutta und ich das Problem lösen. In Dresden parkten wir unseren Wagen vor dem Hotel und nutzen nur noch die Strassenbahn für unsere geplanten Besichtigungen und die Schiffstour auf der Elbe.

Im Mai 2005 freuten wir uns auf den Besuch in Weimar .Wir fuhren wieder mit dem Wagen zu unserem Ausflugsziel in die neuen Bundesländer. Die Wanderung durch kleine Städtchen Weimar war ein besonderes Erlebnis. Wir konnten uns das Leben von Johann Wolfgang von Goethe bildhaft vorstellen. 2017 waren wir zur Kur in Marienbad. Dort begegneten wir dem bekannten, deutschen Dichter, Wolfgang von Goethe, als Denkmal (sitzend auf einem Stuhl) erneut.
 
Richtiggehend sportlich war im Juni 2012 die Tour nach Meisdorf. Wir übernachteten im wunderschönen Schlosshotel mit einem beeindruckenden Tiergehege. Die Wanderung zu Burg Falkenstein war im ersten Teil durch das Selketal wenig anstrengend. Dafür hatte es der Aufstieg zur Burg in sich. Als wir oben angekommen waren, freuten wir uns über unsere sportliche Leistung. Auf der Rückreise besuchten wir noch das EUROPA-Rosarium bei Sangerhausen.

Jutta vor dem Herzoglichen Museum




 

Eine historisch interessante Reise war am Samstag, den 13. August 2016, der Ausflug nach Gotha wert, um die Thüringer Landesaustellung "Die Ernestiner - eine Dynastie prägt Europa" im Herzoglichen Museum, das unterhalb vom Schloss Friedenstein liegt, zu besichtigen (die Ausstellung fand vom 24. April bis zum 28. August 2016 statt). Die Verbindung der Ernestiner zu Gotha und Coburg zu den europäischen Herrscherhäusern ist immer noch beeindruckend. Auch im Schloss Friedenstein entdeckten wir interessante Ausstellungen.

Zur Vertiefung unseres Wissens kauften wir im Museum das Buch "Die Welt der Ernestiner"
und "Die Königshäuser Europas - von Gotha geadelt". Ich habe über interessante Werk geschrieben: 
Ein sehr spannendes Buch mit zahlreichen Dokumenten, die dem besseren Verständis der Verbindungen der Ernestiner mit den europäischen Königshäuser dienen. Eine sinnvolle Einführung war dabei die Ernestiner-Austellung im Herzoglichen Museum des Schlosses Friedenstein zu Gotha.



 

Bereits am Freitag, den 12. August 2016, trafen wir nach einer 3-stündigen Fahrt in Erfurt ein und übernachteten im Victor's Residenz-Hotel. Das Hotel lag in der Nähe der Altstadt und war mit dem Auto relativ leicht zu erreichen. Eine größere Parkgarage stand zur Verfügung. Die Straßenbahnen ins Stadtzentrum standen kostenlos zur Verfügung. Ein größerer Supermarkt war. in der Nähe.

Zum Breiten Herd
Nachdem wir am Samstag die Ausstellung in Gotha besucht hatten, widmeten wir uns am Sonntag, den 14. August 2016, der interessanten Erfurter Altstadt. Wir nutzten dabei die kostenlose Strassenbahn. Viele Prachtbauten überdauerten den Krieg und die DDR. Nach der Wende 1989 waren viele dieser Gebäude verfallen. In der Zwischenzeit wurden alle Renaissance-Bauten renoviert und man fühlt sich an lauen Sommerabenden fast wie in der Toskana. Ein schöner Spaziergang erschließt einem diese Eindrücke.  Bemerkenswert ist auch der Domplatz mit dem Dom und der protestantischen Kirche.

HYUNDAI Matrix

Am folgenden Tag reisten wir mit diesen bedeutenden Eindrücke wieder zurück nach Hildesheim. Allerdings zeigte sich beim Starten in der Parkgarage wieder die seltene Eigenschaft unseres HYUNDAI Matrix: Er wollte nicht starten! Erst nach zwei Versuchen und dem besonderen Geschick meiner hervorragenden Beifahrerin, Jutta, begann der Motor einwandfrei zu laufen. In der Zwischenzeit haben wir uns einen MITSUBISHI Space Star zugelegt, den nur noch die Hälfte Benzin verbracht und keine Startprobleme hat.







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