Samstag, 5. August 2017

KORFU - die grüne Insel Griechenlands


Ermones-Bucht auf KORFU
Seit über 20 Jahren reisen meine Frau, Jutta Hartmann-Metzger und ich, zu interessanten Plätzen und haben in dieser Zeit auch mehrere griechische Inseln besucht. 2001 flogen wir nach Rhodos und waren begeistert, da wir den nördlichen Teil mit den Überlandbus erobern konnten. Mir war bekannt, dass der irische Schriftsteller Lawrence Durrell einige Zeit (am Ende des 2. Weltkrieges) auf der Insel gelebt hat. Deshalb las ich mit großer Freude sein Buch über seine Zeit auf Rhodos "Leuchtende Orangen"  und schrieb  folgenden Kommentar:


Wir besuchten 2001 die Insel Rhodos. Mit seinem ausgezeichneten Buch "Leuchtende Orangen" (1953 veröffentlicht) verhalf mir Lawrence Durrell auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise unsere Abenteuer auf der Ritterburg, im Hafen mit dem verschwundenen "Koloss von Rhodos", in Kamiros und in Lindos so nachzuvollziehen, als ob ich sie gestern erlebt hätte. So kann nur Lawrence Durrell schreiben. Schon sein Buch "Schwarze Oliven" über Korfu (1945 veröffentlicht) war nach unserem schönen Urlaub 2016 ein großer Gewinn.

Vier Jahre später (2005) reisten wir nach Kreta .Wieder war der Eindruck besonders intensiv als wir den Knossos-Palast besuchten. Aber auch die ausgedehnte Foto-Safari mit dem Bus war ein großer Gewinn. Eine griechische Insel, die uns enttäuscht hat, war Euböa (2006). Allerdings war sie auch der Ausgangspunkt für spannende Besuche antiker, griechischer Stätten, zu denen wir mit dem Bus gelangten (vorab ging die Fähre jeweils zum Festland bei Athen).

Alle Reisen nach Griechenland, die erstmals 1986 mit einer abenteuerlichen Reise über die AUTOPUT auf den Peloponnes begannen, habe ich in meinem Buch "GRIECHENLAND - Landschaft und Kultur im Wandel" zusammengestellt. Darin ist auch unsere ungetrübte Begeisterung für Griechenland zu erkennen.


Korfu fand unser Interesse über verschiedene Wege: Bereits sehr früh begeisterte sich meine Frau Jutta an den Sisi-Filmen mit Romy Schneider, wo man Sisi sehr glücklich und zufrieden auf dieser  Insel mit seinen wunderschönen landschaftlichen Reizen erleben konnte. Die ausgezeichneten Farbfilme waren dafür sicherlich förderlich. Und ich habe Jutta's Begeisterung immerwieder gerne miterlebt.
Sisi Museum in der Hofburg
Ende April 2016 besuchten im Rahmen eines Wochenendtrips WIEN und lernten die Altstadt mit dem Fiaker kennen. In der Hofburg besuchten wir auch die beliebte  Sisi-Ausstellung, die uns ebenfalls an ihren Korfu-Aufenthalt erinnerte. Nun waren wir wirklich auf unsere Reise nach Korfu gespannt, die zwei Monate (21. bis 28. Juni 2016) später stattfinden sollte.


Eine ausgezeichnete Quelle über Korfu war auch das Buch "Schwarze Oliven" von  Lawrence Durrell. Leider las ich es erst nach der Rückkehr. Mein Kommentar dazu:

Lawrence Durrell schildert auf eine einzigartig beeindruckende Art und Weise seine Erlebnisse auf der Insel Korfu, auf der er vor über 80 Jahren mit seiner Frau ein Fischerhaus bewohnte. Er schreibt über Odysseus, der auf Korfu gestrandet sein soll und dem Inselheiligen Spiridion. Als Brite interessiert er sich auch für die Spuren der Engländer (1815 bis 1864). Die Kaiserin Sisi blieb für ihn eindruckslos. Warum?
Wir waren auf Korfu (2016), bevor ich dieses Buch las. Auch wir begeisterten uns für die grüne Insel und den schönen Buchten. Bereits auf Rhodos (2001) begegnete ich Lawrence Durrell am Türkischen Friedhof, wo er in der Nähe gelebt hat. Aber seine Spur geht auch zurück nach Paris, wo er eine gemeinsame Zeit Henry Miller verbracht hat.
 

Interessant war auch das Buch Familie Habsburg 1273 bis 1918, das wir uns in der Buchhandlung der Hofburg gekauft hatten. Auf über 100 Seiten wird das abenteuerliche und traurige Leben der Kaiserin Elisabeth (Sisi) behandelt. Leider waren alle unsere Bemühungen auf der Insel Korfu erfolglos, denn die Besichtigung ihrer Sommerresidenz ACHILLEON konnte wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht stattfinden - aber trotzdem hat uns Korfu nicht enttäuscht.

 

Nach ca. 2 Stunden Flug mit der Fluglinie CONDOR kamen wir gegen 8 Uhr am 21. Juni 2016 auf Korfu an. Mit dem Shuttle-Bus fuhren wir zum SENSIMAR Grand Mediterraneo Resort & Spa, das oberhalb der Ermones-Bucht liegt. Sehr spannend war die Hanglage und die ratternde, kleine Seilbahn, die die verschiedenen Etagen miteinander verband. Selbstverständlich konnte man den Berg auch zu Fuß oder mit dem Shuttle-Auto bewältigen. Unser Zimmer 462 lag im unteren Teil der Anlage. (Bilder "SENSIMAR")

Ausblick vom Liegeplatz
Am darauffolgenden Tag organisierte Jutta den Sisi-Ausflug, der aber später am Sonntag, den 26. Juni 2016, per Fax wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt wurde - was wir sehr bedauerten. Die Rückerstattung der Teilnehmergebühr von 84,- (insgesamt) klappte überTUI hervorragend. Nach dem Frühstück suchten wir uns einen Platz im oberen Teil der Anlage - mit einem herrlichen Blick auf die Felsenküste.

Korfu-Stadt
Am Dienstag, den 23. Juni 2016, war am Vormittag der Ausflug nach Korfu-Stadt vorgesehen. Mit einem Bus fuhren wir vom Hotel aus fast diesselbe Strecke zurück, die wir zwei Tage früher gekommen waren. Den Fahrschein bekamen wir an der Hotel-Rezeption für 2,40 € je Einzelfahrt und pro Person. Wir fuhren aber nicht zum  Flughafen, sondern zum Busbahnhof "Green Buses". Dort war die Endstation. Zu Fuß wanderten wir von dort durch die interessante Altstadt.




Auf dem Weg zum Alten Fort stießen wir auf das Denkmal Kostas Goerkakis. Der junge Student hat sich 1970 aus Protest gegen die griechische Militardiktatur (1967 bis 1974) in Genua selbst verbrannt. Er stammte aus Korfu, wo man ihm auf dem Kostas Georkakis Platz ein Denkmal gewidmet hat. Auf dem Weg durch das Stadtzentrum zur Festung kommt man dort vorbei.

Denkmal des Märtyrers
Die Besichtigung ging auch am Kricket-Platz der Engländer vorbei. Von 1815 bis 1864 war Korfu in englischer Hand. Zurückgelassen haben sie den Kricket-Platz, auf dem auch heute noch die Griechen diesen typisch englischen Sport in regelmäßigen Abständen ausüben. Erfrischungspausen werden in den Lokalen der nahegelegenen Esplanade (Liston) eingelegt. Nicht ganz einfach war der Weg vom Busbahnhof (wo wir eintrafen), da alle Strassenschilder nur in griechischer Sprache verfasst waren.

Alte Festung der Venezianer
Das Endziel der Wanderung war am Mandriki-Hafen die Alte Festung der Venezianer. Die Festung liegt an der Ostseite von Korfu-Stadt und wurde im 8. Jhdt von den Byzantinern begonnen. Später bauten die Venezianer sie aus, um die Stadt gegen den Ansturm der Türken zu schützen, denen es nie gelang, die Festung zu erobern. An der Nordseite liegt der Mandriki-Hafen. Schon wegen der beeindruckenden Aussicht von den Festungsanlagen lohnt sich der Besuch.

Ermones Strand
Nun hatten wir uns einmal auf Korfu (Korfu-Stadt) umgesehen und fanden es sehr interessant und wegen der vorherrschenden Hitze (34 grd.) auch anstrengend. Deshalb wollten wir am folgenden Tag uns am  Ermones Strand verweilen. Der kleine Strand von Ermones scheint ein magischer Ort zu sein, denn dort soll der völlig erschöpfte Odysseus (nach der Sage von Homer) von der Königstochter Nausikaa gerettet worden sein. Wer sich nicht richtig verhält, kann an dem steinigen Strand auch heute noch in Schwierigkeiten geraten, denn das Ufer fällt steil ab und es gibt Unterströmungen. Badeschuhe sind sehr zu empfehlen. (Bilder "Ermones Strand")

Blumenpracht
Wegen der anstrengenden Hitze suchten wir uns einen kühleren Liegeplatz etwas abseits unter den Bäumen und genossen die herrliche Ruhe. Ab und an schwammen wir im kühlen Schwimmbecken bei der Hotelanlage (der Weg zum Strand mit der Seilbahn war uns zu aufwendig). Dort nahmen wir auch an der Wassergymnastik (wie in der Ith-Sole-Therme Salzhemmendorf - die ganz in unserer Nähe liegt) teil. Mi der Muse ergab ich auch ausgiebig die Gelegenheit, die bunte Natur zu bewundern. In etwas trauriger Stimmung versuchten wir uns auf den Rückflug (am Dienstag, den 28. Juni 2016) einzustimmen. (Bilder "Blumen auf Korfu")


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