Freitag, 14. März 2014

Schloss DERNEBURG und die Natur (II)

Schloss Derneburg

Seit Oktober 2011 habe ich in regelmässigen Abständen bei meinen Wanderungen auf dem  ("Laves-Pfad") rund um das Schloss Derneburg mit meiner Kamera die Natur fotographiert. Ende Januar 2013 (es war in genügend Schnee gefallen) war meine Bildersammlung komplett für das erste e-book (Bildband) über ("Schloss Derneburg und die Natur").

In der Zwischenzeit ist wieder ein Jahr vergangen und ich habe nun mit dem vorhandenen Bildmaterial einen Fortsetzungsband (Teil II) gestaltet. Diesmal legte ich besonderen Wert auf die Naturbilder, die ich rund um das Schloss Derneburg aufgenommen habe. Detaillierte Informationen und Fotos über das Schloss Derneburg finden sich ersten Bildband.

Winterlandschaft
Ich kann mich noch sehr genau an den Samstag, den 26. Januar 2013, erinnern. Es war sehr kalt (minus 7 grd. C) und es lag reichlich Schnee. Ich war in Sachen "Winterbilder" unterwegs. Auf dem Weg vom Schloss Derneburg zum Schloss Söder (Luftline ca. 6 km) fotographierte ich über einer verschneiten Landschaft einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Frühlingsboten
Anfang April 2013 war von dieser Kälte nichts mehr zu spüren. Am frühen Morgen lag die Temperatur bei minus 1,5 grd. C und stieg dann gegen 10 Uhr auf 3 grd. Ich freute mich über die blauen  Krokusse und den Märzenbecher, die ich auf meinem Wanderweg zu den Fischteichen entdeckte.

Märzenbecher
In all den Jahren, die ich nun in dieser wunderschönen Landschaft unterwegs bin, kam wir immerwieder die Idee, einmal mit einem gemieteten (Gyrocopter) über das Schloss Derneburg mit dem Piloten hinwegzufliegen und Aufnahmen von oben zu machen. Seit Beginn meiner internationalen Reisen (1972 nach Südamerika) bedeutete es mir immer eine besonderes Vergnügen, Luftaufnahmen aus dem Flugzeug zu machen. Mit den Fotos gestaltete ich ein interessantes Buch. ("Unterwegs mit dem Flugzeug") Deshalb hat mich die Militärmaschine nicht überrascht, die Anfang April über das Schloss in niedriger Höhe hinwegdonnerte. Vielleicht wollte der Pilot auch gerne das Schloss aus der Luft besichtigen?

Militärmaschine
An den Fischteichen hatten sich bereits zahlreiche Gäste versammelt, die ihre Plätze auf den Zweigen der Bäume auf den Inseln des Mariensees eingenommen hatten. In erster Linie waren es Komorane, die eingetroffen waren. Sie sind beim Pächter der Fischteiche sehr unbeliebt, denn sie können die Karpfen im See nicht vollständig greifen, sondern fressen ihnen größe Löcher in den Rücken. Die Verkaufsmöglichkeiten zum Jahresende werden dadurch reduziert.

Komorane auf dem Mariensee


Am 8. Mai 2013 herrschte bereits eine sehr angenehme Temperatur von 15 grd. C. an den Fischteichen und die Natur zeigte ihre schönsten Farben. Ich entdeckte in den Büschen mehrere Vögel und versuchte, scharfe Fotos zu machen. Dies Unterfangen war nicht ganz einfach. Zuerst ein Buntspecht, der mich verwirrte, denn erst hörte ich sein Hämmern und dann war er wieder verschwunden. Diesmal gelang es mir, seinen Umriss hinter den Blättern zu fotographieren.

Der Buntspecht am Baumstamm

Der Kleiber machte mir Leben sehr viel leichter. Ich hatte schon einmal Gelegenheit, ihn in senkrechter Position (mit dem Kopf nach unten)  an der Steinmauer beim Mühlengraben zu fotographieren. Diesmal war er derart mit der Futtersuche beschäftigt, dass er mich garnicht bemerkte.

Der Kleiber bei der Futtersuche
Normalerweise grasen die Schafe auf dem Gelände zwischen der Bahnlinie und dem Flüßchen Nette. Dort habe ich sie schon öfters angetroffen und mit meiner Kamera schöne Fotos gemacht. Diesmal wanderten sie in aller Ruhe auf der gegenüberliegenden Seite des Mariensees am Ufer entlang.

Grasende Schafe am Mariensee
Im Juli waren die Kirschen in der Umgebung reif zur Ernte. Ich fotographierte diese zwar beim Schloss Derneburg - aber die besten Kirschen gab es zu dieser Zeit unterhalb vom Wohldenberg an einem Wirtschaftsweg. (Wohldenberg)  Ein Jahr zuvor (2012) hatte ich diese Bäume entdeckt.

Kirschen reif für die Ernte
Gegenüber dem Eingangstor zum Schloss Derneburg gibt es eine schwarze Holzhütte. Davor sind mehrere Bänke. Das Gelände wird regelmässig von den Arbeitern der Gemeinde Holle gemäht und man kann dort ungestört sitzen - mit einem freien Blick in Richtung "Friedhof Derneburg" bzw. Hackenstedt. Da sich die Bänke das ganz Jahr über im Freien befinden, können die Bretter auch faulen. Das passende "Stilleben" habe ich aufgenommen.

Schaden an der Bank
Mitte Juli war ich wieder an den Fischteichen unterwegs. An einer bestimmten Stelle vor der alten Mühle (1598) wächst jedes Jahr Springkraut. Es wird bis zu 2 Meter hoch. Zur Blütezeit haben diese Stauden sehr emsige Besucher. Es ist eine wahre Freude, mit der Kamera nach Motiven zu suchen.

Besucher des Springkrautes
Nicht allzuweit entfernt von der Mühle gibt es eine weitere Attraktion: Kugelblumen! Sie befinden sich ebenfalls jedes Jahr an der gleichen Stelle neben dem Wohnhaus am Hundeteich. Nun werden diese nicht so häufig besucht und deshalb freute ich mich über den besonderen Schnappschuss.

Kugelblume mit Besucher
Ende Juli fand das Treiben auf dem Mariensee wieder mein Interesse. Die Komorane saßen immer noch auf den Zweigen - geduldig nach Fischen Ausschau haltend. Ein einsamer Schwan schwamm am Ufer vorbei. In meinem Bildband ("Wilde Schwäne auf den Fischteichen") habe ich mich ausführlich mit dem Leben der Schwäne befasst.

Komorane in Wartestellung


Der einsame Schwan

Mitte August 2013 entdeckte ich an der Hauswand (wo die Kugelblumen blühten) einen bunten Schmetterling, der den markanten Namen "Kleiner Fuchs" trägt. Er hat auch seinen Platz in meinem Bildband ("Bunte Schmetterlinge in schöner Landschaft") gefunden.

Kleiner Fuchs
Der Sommer mit der wunderschönen Blüten- und Blumenpracht verabschiedete sich langsam und an den Fischteichen schuf der Herbst Mitte Oktober 2013 eine ganz neue Landschaft mit vielen bunten Blättern. Für mich stellt der Herbst in dieser berauschenden Landschaft die schönste Jahreszeit dar.
(Bilder "Herbst")

Herbstbild beim Glashaus
Herbstbild
Herbst am Mariensee
Ende November war es schon empfindlich kühl geworden. Bei herrlichem Sonnenschein lag die Temperatur bei minus 3 grd. C. Diesmal fand ich die Bäume beim schwarzen Holzhaus besonders eindrucksvoll. Auch die Bänke mit dem Betontisch fand diesmal mein Interesse. Zum Sitzen luden diese bei den niedrigen Temperaturen aber nicht mehr ein. (Bilder "Herbstbäume")

Bänke mit Tisch

Herbstbäume
Der Monat Dezember 2013 kündigte sich beim Schloss Derneburg mit einem Nebelschleier an. Bei meiner eineinhalbstündigen Wanderung auf dem ("Laves-Pfad") gelangen mir sehr schöne Stimmungsbilder. Auch das Schloss Derneburg hatte im Morgendunst seine besonderen Reize. (Bilder "Nebel")

Schloss Derneburg im Nebel
Beim Mühlenteich
Das Jahr 2013 ging zu Ende und es war wieder die Zeit für den Verkauf der Karpfen aus den Fischteichen. Dazu wird das Wasser vollständig abgelassen, um die Fische einzufangen. So wird hier eine alte Tradition gepflegt, denn die Fischteiche wurden von den Zisterzienser-Mönchen (ab 16. Jahrhundert) angelegt. Ende Januar 2014 gelangen mir sehr schöne "Winterbilder". Vielleicht sind sie das Ausgangsmaterial für einen weiteren Bildband Nr. III?

Ein Karpfen im Mariensee

Hinweistafel für Karpfenverkauf
Detailinformationen
Siehe auch BILDBAND 
("Schloss DERNEBURG und die Natur II")
("Castle DERNEBURG and nature II")

Fotos und Text: Klaus Metzger
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