Montag, 23. August 2010

LANZAROTE - Vulkaninsel vor der Küste Afrikas!

Wenn bei uns tiefster Winter herrscht, so ist Lanzarote, die zu den Kanarischen Inseln gehört, gerade um die Weihnachtszeit ein Garant für angenehme Sommertemperaturen und ausgezeichnete Bademöglichkeiten. Dabei dauert die Flugreise von Hannover aus nicht länger als 3½ Stunden und die Charterflüge sind regelmäßig und preiswert.


An der Famara-Bucht, im Norden der Insel, lag in einer Ferienanlage der Bungalow meines Freundes, den er mir für meine Besuche mehrmals zur Verfügung stellte. Die Lage war - weit weg von jeglichem Trubel - ideal für meine schriftstellerischen und sportlichen Absichten. Auch der Jahreswechsel 1994/1995 mit Bekannten ist mir immer noch in angenehmer Erinnerung.

Mit Strandläufen „eroberte'' ich den ausgedehnten Famara-Sandstrand. Ein kleiner Wermutstropfen waren die kleinen Teerteilchen am Ufer, die zum Schutze Bade-sandalen erforderten. Danach begab ich mich in das Famara-Gebirge und genoss von dort den herrlichen Ausblick über die Famara-Bucht. Sehr reizvoll lag vor mir auch die romantische Insel La Graciosa. Etwas verwunschen fand ich auf der Hochebene das weiß gestrichene Kirchlein ''Ermita de las Nieves".


Ebenfalls zu Fuß konnte ich die ehemalige Hauptstadt von Lanzarote, Teguise (heute ist es Arrecife), sehr gut erreichen. Die Sonntagnachmittage waren dort besonders reizvoll, denn dann war Markttag mit folkloristischen Darstellungen und die Touristen kamen mit Bussen von der ganzen Insel. Da mein Urlaub der intensiven sportlichen Betätigung gewidmet war (ich trainierte Langstreckenlauf, unternahm Touren mit dem Mountain-Bike und schwamm über größere Distanzen), eroberte ich die Insel mit meinem Fahrrad. Ausgangspunkt war Puerto del Carmen im Süden, wo ich mir mein Gefährt ausgeliehen habe. Nach einem prächtigen Anstieg entdeckte ich das weiße ''El Monumento del Campesino'' (''Das Monument des Landarbeiters''), das der berühmteste Künstler Lanzarotes, Cesar Manrique, geschaffen hat. Daneben liegt das einzigartige Museum ''Casa Museo del Campesino", das ebenfalls von ihm stammt. Bilder "Lanzarote"



Über eine serpentinenartige Straße, die zum Meer führte, erschloss sich mir urplötzlich das Tal der „Tausend Palmen", in dessen Mitte sich das malerische Städtchen Haria befindet. Während auf der ganzen Insel nahezu keine Palmen zu finden sind, ist die Ursache für diese Naturpracht eine größere unterirdische Wasserader. Nach meinen Reiseerlebnissen in Mittelamerika, wo sich riesige Bananenplantagen befinden, entdeckte ich voller Freude die unglaublich große Bananenstaude im Hof eines Restaurants in Haria. Zur Weihnachtszeit werden dort die Bäume mit Paketen geschmückt - was mich sehr amüsierte.


Allerdings war der Fisch, den man in größeren Mengen zum Trocknen in der Nähe yon Orzola in entsprechenden Gestellen angebracht hat, keine besondere Überraschung für mich, denn so etwas hatte ich vor längerer Zeit während einer Nordland-Tour auch an einem Norwegen-Fjord entdeckt. Übrigens ist Orzola der Ausgangshafen für die Boote zur kleinen Insel La Graciosa, die ich bereits erwähnt habe.


Für meine sportlichen Aktivitäten stellte sich die einzigartige Ferienanlage La Santa Sport als eine ideale Ergänzung der, denn dort durfte ich in einem größeren Schwimmbecken meine Langstrecken absolvieren. Hausgäste können in diesem Paradies der Aktivitäten über 64 Sportarten ausüben. Aufgrund der idealen klimatischen Bedingungen (angenehme Temperaturen und eine leichte Brise), die sich über das Jahr kaum verändern, entstand auf Lanzarote bzw. in La Santa Sport ein Zentrum für Triathleten.


Die vulkanischen Feuerberge besuchte ich mit meinen Bekannten, mit denen ich den Jahreswechsel auf Lanzarote verbracht habe. Wir mieteten uns ein Auto und ''eroberten'' die Sehenswürdigkeiten der Insel die ich noch nicht kannte. Und so waren die vulkanischen Feuerberge im Nationalpark von Timanfaya eine atemberaubende Überraschung. Anhand zahlreicher Demonstrationen (Mini-Geysire, entzündetes Stroh usw.) wurde uns die Gefahr, die von diesem Teil der Insel immer noch ausgeht, verdeutlicht. Wer es richtig abenteuerlich mag, der kann auf Dromedaren den Teil der Feuerberge besichtigen, der für normale Wanderer gesperrt ist, Übrigens haben die amerikanischen Astronauten unter ''Mond-Bedingungen'' in der Feuerbergen trainiert.

Fotos und Text: Klaus Metzger

Siehe auch BILDBAND: (IMPRESSIONEN bei Nacht und in der Dämmerung)
                   BILDBAND: (Unterwegs mit dem Flugzeug) 

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