Sonntag, 29. Januar 2017

10. Stadtrundfahrt in Kapstadt (Südafrika)

Im 1.Teil habe ich unter dem Thema Ein Flug in das Herz Südafrika's die Anreise und den ersten Tag in Johannesburg und Pretoria beschrieben. Die längere Reise Von Johannesburg zum Kruger Nationalpark in Südafrika wurde im 2. Teil behandelt. Die Erlebnistouren im Kruger Nationalpark fanden ihren Platz im 3. Teil   Wilde Tiere - hautnah in Südafrika. Im 4. Teil erzählte ich von unserer längeren Fahrt  Durch das Swasiland nach KwaZulu-Natal in Südafrika. Die Fortsetzung im 5. Teil erlebten wir Unter Flußpferden, Krokodilen und Nashörnern in Südafrika. Eine spannende Metropole erschloss sich uns im 6. Teil über Die Goldene Meile von Durban in Südafrika. Interessant war im 7. Teil die Fahrt Durch die "Kleine Karoo" in den Osten von Südafrika. Und die eindrucksvolle Rückreise folgt im 8. Teil Von Wilderness zurück nach Kapstadt in Südafrika. Gewissermaßen vor der Haustüre spielte sich der 9. Teil Von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung in Südafrika


Über das Mißgeschick, das uns am freien Sonntagvormittag (vor der Stadtrundfahrt) in Kapstadt passierte, habe ich bereits in meinem 2. Teil  Von Johannesburg zum Kruger Nationalpark in Südafrika berichtet. Ich habe hier noch einmal den entsprechenden Abschnitt übernommen: Am Tag vor der Rückreise benötigten wir einen kleineren Betrag als Trinkgeld für die Reiseleitung in südafrikanischer Währung. Mit einem mulmigen Gefühl und einem farbigen Mitarbeiter des Capedonian Hotels in Kapstadt begaben wir uns zum Geldautomaten der Mercantile Bank auf der gegenüberliegenden Seite.Wir wollten 350 Rand abheben. Es kam kein Geld - nur ein Beleg über den abgebrochenen Vorgang. Die EC-Karte blieb im Automaten. Jutta ging sofort zum Hotel, um dort unter großem Aufwand die Karte in Deutschland sperren zu lassen. Ich blieb beim Automaten, um sicherzugehen, dass niemand unsere Karte entfernte. In der Zwischenzeit hatte sich eine größere Gruppe von über 10 Farbigen diskutierend vor dem Automaten versammelt. Nach einiger Zeit kam Jutta mit der Information zurück, dass unsere Karten in Deutschland gesperrt seien.

Am darauffolgenden Montag gingen wir sofort um 9 Uhr zur Mercantile Bank, um unsere verschwundene EC-Karte zu reklamieren. Von der Bank-Mitarbeiterin bekamen wir sofort unsere Karte zurück - allerdings im zerstörten Zustand in zahlreichen kleinen Teilen. Schon am Morgen bei der Öffnung des Automaten wurde dies aus Sicherheitsgründen durchgeführt. Warum wurde nun die Karte einbehalten? Unsere EC-Karte war keine Mastercard, sondern dem Maestro-System angeschlossen. Dies wurde vom Bankautomaten nicht akzeptiert. Warum er die Karte nicht sofort wieder zurückgab, blieb uns ein Rätsel. In Deutschland erhielten wir innerhalb einer Woche kostenlos neue EC-Karten  - allerdings mit neuen Pin-Nummern. Somit hatte die ganze (unnötige) Aufregung doch noch zu einem guten Ende geführt.

 

Der Signal Hill (B) hat nur eine Höhe von 350 m. Dies reichte aber aus, ihn als Zeitball für die Schiffe im Hafen zu nutzen. Mit diesem Signal wurde die Mittagszeit (Greenwich-Zeit: 13 Uhr Kapstädter Zeit) angezeigt, mit der die Schiffschronometer genau überprüft werden konnten. Nach dieser Methode wurde bis 1934 verfahren. (Reisetipp: "Signal Hill")


Besucher auf dem Signal Hill

Wir fuhren mit unserem Reisebus von unserem Capetonian Hotel (A) im Rahmen unserer Stadtrundfahrt auf den Hügel, stiegen aus und wanderten um den Signal Hill herum. Der leere Bus fuhr voraus. In der Ferne konnten wir Robben Island sehen. Auf dieser Insel war Nelson Mandela über 18 Jahre mit weiteren ANC-Freiheitskämpfern eingekerkert worden. Sehr schön war auch die Sicht auf das Stadion und die V&A Waterfront. Dort hatten wir bereits im Restaurant Balducci  ausgezeichnet zu Abend gegessen. Unterhalb des Signal Hill lag das bunte Malaienviertel. Das war die nächste Station unserer Stadtrundfahrt. (Pictures: "Signal Hill")
  

Bo-Kaap

Das Malaienviertel (Bo-Kaap) mit den bunten Häusern konnten wir bereits vom Signal Hill (der 1. Station unserer Stadtrundfahrt) sehen. Ab 1780 siedelten sich im Bo-Kaap (C), dem ältesten Stadtviertel von Kapstadt, ehemalige asiatische Sklaven und Gefangene, die sogenannten Kap-Muslimen, an. (Reisetipp: "Malaienviertel") Wir gingen zu Fuß durch diese bunte Häuservielfalt und gewannen einen ersten Eindruck vom Leben dieser Asiaten in der heutigen Zeit. (Pictures "Malaienviertel")

South African Museum

Letzte Station unserer Stadtrundfahrt in Kapstadt war am Nachmittag der Company's Garden. Am oberen Ende des Company's Garden liegt das sehr interessante südafrikanische Museum (D) mit Hinweisen auf die ersten archäologischen Funde in Südafrika, Skelette von großen Wirbeltieren und als Besonderheit: ein "Erinnerungsraum" an Nelson Mandela. Dies war der letzte Hinweis (von mehreren) auf den verstorbenen Helden Südafrika's auf unserer zweiwöchigen Rundreise. (Reisetipp "Südafrikanisches Museum")


Denkmal im Company's Garden

Der Stadtpark heißt eigentlich Company's Garden (E). Er war ursprünglich Bestandteil des berühmten Gemüsegartens von Jan van Riebeeck und wurde bereits in Verbindungs mit der Gründung Kapstadt's 1652 erwähnt. Dieser diente anfangs zur Versorgung der Einwohner und vor allem auch der holländischen Besatzungen der VOC-Schiffe (Vereenigde Oostindische Compagnie). (Reisetipp: "Company's Garden") Die Schiffe auf den Weg nach Indien oder wieder zurück nach Europa wurden in Kapstadt mit frischen Lebensmitteln versorgt. In Park befinden sich zahlreiche Denkmäler, wie das von Cecil Rhodes (1853 - 1902), dem Initiator der geichnamigen Stiftung für Studenten. (Pictures: "Company's Garden")


Das Tuynhuys

Wir verließen den Park, um das Tuynhuys (Gartenhaus), den Sitz des südafrikanischen Präsidenten von außen zu besichtigen. Dorthin wurde Nelson Mandela 1989 mehrmals aus dem Victor-Vester-Gefängnis in Paarl ins Tuynhuys gebracht, um mit dem Präsidenten Botha zu verhandeln. Botha verkündete 1992 das Ende der Apartheid. Die letzte Station unserer Wanderung war das Parlamentsgebäude, das 1884 errichtet wurde. Hier tagt in den Sommermonaten das Parlament und im Winter in Pretoria.


Schöne Erinnerung: Auf dem Tafelberg

Wir waren schon gespannt auf die Abschiedsfeier, die am Abend im GOLD Restaurant in Kapstadt stattfinden sollte. Und wurden nicht enttäuscht: es gab ein ausgezeichnetes, afrikanisches Essen und dazu Folklore-Veranstaltungen auf der Bühne. Wir fühlten uns während der gesamten Rundreise (6. Oktober bis 19. Oktober 2015) durch den deutschen  Reiseveranstalter "Berge & Meer" und den Veranstalter vor Ort "African Eagle" - repräsentiert durch die Reiseleiterinnen Margot und Brigitte - hervorragend betreut:

Auf Wiedersehen in Afrika!
 
Kommentar veröffentlichen