Montag, 23. August 2010

ARUBA und der schönste Strand der Karibik!

Nach einem wunderschönen Taucherurlaub (27. März bis 3. April 1982) auf der Nachbarinsel Bonaire (siehe Reisebericht  Bonaire ) flogen wir am Montag, den 4. April 1982, nach Aruba. Auf der Insel Curacao (der Hauptinsel der Niederländischen Antillen) gab es einen kurzen Zwischenstopp und wir wechselten in ein größeres Flugzeug. Beim Weiterfliegen nach Aruba konnten wir den großen Erdölhafen  von Curacao erkennen. Das Erdöl stammt vom BOPEC-Terminal auf der Insel Bonaire. Dort wird das Erdöl, das vom Maracaibosee (siehe Reisebericht "Venezuela") kommt, von kleineren auf große Tanker umgeladen. 

Die Karibikinsel Aruba verfügt an der Westküste über einen 12 km langen Strand mit weißem Korallensand. Im Norden befindet sich der Palm Beach (dort sind die großen Hotels mit den beliebten Spielkasinos zu finden) und in südlicher Richtung schließt sich der Eagle Beach an. Unser Resort MANCHEBO BEACH lag am südlichen Ende des Eagle Beach. Dieser Strand an der Westküste ist in seiner Ausdehnung und Qualität einzigartig in der Karibik. Beim Landeanflug auf Aruba konnten wir sehr gut die Ausdehnung des Palm Beach erkennen. Aruba ist die am westlichsten gelegene Insel der Niederländischen Antillen. Bilder "Aruba"

Auf dieser Reise begleiteten uns wieder Renate und Werner mit deren Tochter Diane aus Essen. Diese Freundschaft bestand seit der Geburt unseres Sohnes Jochen (geb. am 12. Februar 1971 - ich war bei der Geburt dabei) und deren Tochter Diane (geb. Anfang April 1971). Wir Männer hatten mit unseren Frauen den "Mütterkurs" in Essen besucht. Ich arbeitete zu dieser Zeit bei KRUPP Chemieanlagenbau in Essen. Unser erster, gemeinsamer Urlaub führte uns im Sommer 1973 an die Atlantikküste auf die französische Insel Ile de Re (bei La Rochelle). Wir hatten dort ein Ferienhaus von einem Mitarbeiter der französischen Firma GUERIN gemietet. Dieser Geschäftskontakt war über meine damalige Tätigkeit als Fachmann für ABCOR-Ultrafiltrationsanlagen in meiner damaligen Firma WIEGAND Karlsruhe GmbH in Ettlingen im Frühjahr 1973 entstanden. Der Sitz der amerikanischen Firma ABCOR befand sich in Boston/USA. Diese besuchte ich im darauffolgenden Jahr im Rahmen meiner USA-Reise (17. Februar bis 1. März 1974).

Nach meiner Rückkehr aus den USA fuhren wir erstmals im März 1974 (3.3. bis 19.3) auch gemeinsam in die Winterferien zum Skifahren in die Dolomiten. Unser Quartier war auch in den folgenden Ski-Urlauben immer das Hotel DOLOMITI in Vigo di Fassa. Dort lernten wir Heike und Jürgen aus Hamburg kennen. In der Winterkatastrophe 1978/1979 halfen sie uns, mit einem "Notquartier" in ihrem Haus die folgenden fünf Tage und Nächte zu überstehen, bis wir am Dienstag, den 2. Januar 1979, mit der Fähre auf einer Odyssee von Travemünde über Malmö in Schweden wohlbehalten nach in unser Haus in Alleroed bei Kopenhagen zurückkehren konnten.

Wir hatten mit unserem Sohn Jochen die Weihnachtsfeiertage 1978 bei meinen Eltern in Brühl bei Mannheim verbracht (vorher hatte ich auf dieser Reise noch Kunden in Ravensburg und Ulm besucht. Da wir Silvester zu Hause in Dänemark verbringen wollten, fuhren wir am Donnerstag, den 28. Dezember 1978, bei etwas regnerischem Wetter und Plus-Temperaturen auf der Autobahn von Brühl in Richtung in Hamburg. Bei Hannover bekamen wir Eisregen und in Hamburg kam im Radio die Nachricht, dass der Weg nach Fehmarn (und damit die Fähre von Puttgarten nach Roedby) wegen der schlimmen Schneeverhältnisse gesperrt sei. Am Rasthof Stillhorn legte ich die Schneeketten an. Dann telefonierte ich mit Jürgen: seine Familie war unsere Rettung!

Im Jahr darauf besuchten uns im Juli 1979 (Wochenende 15./16.7.) besuchten uns Heike und Jürgen über ein Wochenende in Dänemark und wir konnten auf diesem Wege etwas für ihre unglaubliche Hilfe während der Schneekatastrophe revanchieren. Kürzlich telefonierte ich mit Jürgen (70), um mich wieder einmal zu melden und auf meine Reiseberichte im INTERNET hinzuweisen. Wir stellten fest, dass wir über 25 Jahre keinen Kontakt mehr hatten. Zur Feier ("Frühlingsfest") meines weltweiten Lizenzvertrages mit der Hamburger Pumpenfirma F. Stamp KG (Geschäftsführer Wolfgang Stamp) in Hamburg-Bergedorf, am Samstag, den 18. Mai 1985, hatte ich zahlreiche Freunde und Bekannte in unser Haus in der Falkenstrasse 7 in Hildesheim eingeladen - darunter auch Heike und Jürgen.

Drei Jahre später (1988) ruinierte mich trickreich mein Lizenznehmer, in dem er vereinbarte Mindestlizenzen über 210.000,- DM nicht zahlte und Rückforderungen über 100.000,- in Rechnung stellte. Ein Jahr danach ließ meine erste Frau ULLA sich von mir scheiden und zog zurück nach Süddeutschland. Ich blieb in Hildesheim und verlor auch unsere alten Freunde aus den Augen. Deshalb freue ich mich jetzt (April 2010) umso mehr, als ich am Telefon feststellte, dass sie noch leben und an meinem "Schicksal" (das wieder eine sehr positive Wendung genommen hat) interessiert sind. Nach diesen zahlreichen "Zufällen" in meinem Leben, die eigentlich gar keine sind, möchte ich mich wieder unserem Aruba-Urlaub zuwenden, der auch eine weitere Wende in meinem Leben darstellte. Aber davon später!


Unser MANCHEBO BEACH Resort überraschte uns mit seiner herrlichen Gartenanlage, (Reisetipp "Garten") in dem es sehr viele schattige Plätze gab. Ansonsten ist Aruba eine sehr trockene Insel, auf der immer eine leichte, kühlende Brise vorherrscht. Die Schönheit der Grünanlagen um das Resort müssen allerdings mit einem sehr hohen Aufwand erkauft werden: Es gibt kein Grundwasser und alles Wasser wird mit Hilfe einer Meerwasserentsalzungsanlage gewonnen. Diese versorgt die gesamte Insel mit Trinkwasser. Und dieses wiederum wird auch als Gießwasser für die Gartenanlage im MANCHEBO BEACH Resort verwendet!


Zwei weibliche Animateure kümmerten sich um die Gäste des MANCHEBO BEACH Resort. Eine ihrer ersten Veranstaltungen während unserer Anwesenheit war die "Tropical Night". Die "Tropical Night" im MANCHEBO BEACH Resort wurde mit Calypso-Musik gestaltet. (Reisetipp "Tropical Night") Dazu verwendeten die Musiker abgeschnittene Petroleum-Fässer, deren Boden mit unterschiedlichen Vertiefungen versehen wurden. So ergibt sich in einer Steelband durch unterschiedlich gestaltete Fässer die typische Calypso-Musik der Karibik. In unserem MANCHEBO BEACH Resort wurde während der "Tropical Night" auch eine sehr interessante Modenschau mit praktischen, bunten Kleidern vorgeführt. Meine erste Frau ULLA hat sich die rote Version nach Maß anfertigen lassen und trug es insbesondere bei sehr warmem, schwülem Wetter sehr gerne. Ein weiteres Highlight der Animateure war das Ostereiersuchen am Ostersonntag, den 11. April 1982. Dies war eine sehr schöne Veranstaltung für die Kinder unter den Gästen, die im gepflegten Garten der Hotelanlage stattfand.

Den herrlichen Strand mit Korallensand des Eagle Beach (Reisetipp "Eagle Beach") nutzte für meine ausgedehnten Langstreckenläufe (teilweise über eine Strecke von 10 km). Mein Herz hing schon seit meiner Jugend am Langstreckenlauf. Aber erst nach meiner Versetzung als Technical Manager von Kopenhagen nach Holland (im August 1980) begann ich ab Juli 1981 mit kontinuierlichen Trainingsläufen über 10 bis 15 km in der Umgebung von Gouda (wo ich mit meiner Familie in unserem Reihenhaus im Anna van Hensbeeksingel 377 wohnte).


Meine Tätigkeit für den Niro Atomizer - Konzern war damals mit einer umfangreichen Reisetätigkeit verbunden. Da ich relativ wenig Bewegung hatte und mich in exquisiten Restaurants unterwegs verwöhnen ließ, stieg mein Durchschnittsgewicht von 84 auf 88 kg. Durch konsequentes Laufen wollte ich mein Gewicht kontrollieren - was mir dann auch gelang. Als ich 1983 erfuhr, dass mein Schwager Roland (der Mann meiner Schwester Karin) am 1. Marathonlauf in Karlsruhe teilnehmen wollte, war auch ich nicht mehr zu bremsen. Ich trainierte sehr ausdauerndes Laufen und nahm erstmals am Sonntag, den 18. September 1983, am 1. Internationalen Marathon teil. Meine Zeit betrug für die Marathonstrecke von 42,195 km 3h 33min 48sek. Ich war noch 6 min schneller als mein Schwager. Durch das regelmäßige Training hatte ich ein "Laufgewicht" von 78 kg. Seit mehr als 10 Jahren laufe ich nicht mehr. Der Preis dafür ist ein "Wohlfühlgewicht" von 95 kg (April 2010).

Sehr schnell erkannte bei den Läufen am Strand des Eagle Beach und Palm Beach auf Aruba: Da ich barfuß lief, verursachte der relativ grobe Korallensand Blasen an meinen Fußsohlen. Ich hätte von Anfang an meine Laufschuhe anziehen sollen - aber es war auch so ein herrliches Laufgefühl in den auslaufenden Wellen ohne Schuhe zu laufen. Ab Mittwoch, den 7. April 1982, musste ich mein Lauftraining unterbrechen und meine Blasen behandeln. Erst am Dienstag, den 13. April 1982 (also 5 Tage vor unserer Heimreise), setzte ich meine Strandläufe wieder fort. (Reisetipp "Strandlauf")

Eine ganz andere Situation mit dem Laufen erlebte ich im Oktober 1985 auf der Südseeinsel Fidschi (siehe Reisebericht "Fidschi" ). Dort übernachteten wir vom 15. Oktober bis 20. Oktober 1975 im sehr schönen NAVITI BEACH Resort auf der Fidschi-Insel VITI LEVU. Bei meinem 2. Marathonlauf, am 23. September 1984, in Karlsruhe hatte ich meine Laufzeit auf 3h 18 min 41 sek verbessert. Mein 3. Lauf, am 22. September 1985, stand unter einem sehr unglücklichen Stern: Vom Donnerstag, den 19. September, bis zum Samstag, den 21. September 1985, hatte ich an der jährlich stattfindenden ZDM-Tagung in Trier teilgenommen. Die Abschlussveranstaltung endete sehr gesellig am frühen Samstagmorgen.

Und dann mein 3. Marathonlauf am Sonntag, den 22. September 1985 in Karlsruhe - das konnte nicht gutgehen! Nach 35 km brach ich zusammen und landete im Karlsruher Krankenhaus (mit dem Verdacht auf Herzinfarkt - was sich aber nicht bewahrheitete!). Nach diesen negativen Erfahrungen wollte ich trotzdem mein Lauftraining - auch auf Reisen - fortsetzen. Es gab im NAVITI BEACH Resort sogar eine Laufgruppe, die in der weitläufigen Gartenanlage unter Palmen trainierte. Nach dem Laufen stellte ich meine Jogging-Schuhe zum Trocknen immer auf die Terrasse. Ein Morgens waren die Schuhe verschwunden. Sie waren so verlockend, dass man sie mir gestohlen hat. Nun musste ich den Rest der Zeit barfuß laufen!


Am Donnerstagabend, den 8. April 1982, wurden alle neuangekommenen  Gäste unseres Hotels von dem Eigentümern, Mr. und Mrs Cohen, in ihr Stadthotel "TALK OF THE TOWN" (Reisetipp "Talk of the Town") in Oranjestad zur Cocktail-Begrüssung eingeladen. Dazu wurde wir mit dem Bus abgeholt. Das Hotel "TALK OF THE TOWN" wurde von dem Ehepaar Mr. und Mrs. Cohen aus Jacksonville, Florida (USA) konzipiert. Ursprünglich wurde es 1942 mit 8 Räumen gebaut. Die Cohens entdeckten es 1964. Zu dieser Zeit diente es als Büro für einen Betrieb mit einer Chemieanlage. Das Hotel ist sehr bekannt für sein Restaurant - eines der berühmtesten in der Karibik. Das Schwesterhotel am Strand heißt MANCHEBO BEACH Resort.


Der Höhepunkt des Abends war eine Limbo-Veranstaltung im Garten. Es war schon imposant zu sehen, wie wenig Höhe die Limbo-Tänzer beim Durchtanzen der niedriggelegten Stange benötigten. Da die Begrüssung in der Privatwohnung im Obergeschoß des Ehepaares Cohen stattfand, begab ich mich auf den Balkon, um mehrere Aufnahmen zu machen. Ich war doch sehr überrascht, denn in der Nachbarschaft weideten zahlreiche Ziegen und Gänse. Vielleicht bildete ich mir das ein, denn sehr schnell konnte ich auch den unangenehmen Ziegengeruch auf dem Balkon spüren. Aber ich wurde auch mit einem sehr schönen Sonnenuntergang hinter einer Kandellaber-Kaktee entschädigt. Nach der Cocktail-Party liessen wir uns im ausgezeichneten Restaurant verwöhnen.
Eine Rundfahrt über die Insel mit einem Mietwagen ist eine unkomplizierte Angelegenheit, denn für die Umrundung ist kein großer Zeitaufwand notwendig. Aruba ist 30 km lang und hat eine Breite von 8 km (eine Gesamtfläche von 193 km²). Auf der Insel leben ca. 65.000 Einwohner. Es finden sich auf der Insel zahlreiche historische und natürliche Sehenswürdigkeiten. Östlich von Oranjestad liegt die Spanische Lagune, in der sich angeblich die Piraten versteckten, nachdem sie in der Karibik reiche Beute gemacht hatten. In nördlicher Richtung liegt der "Frenchman's Pass". Dort haben vor mehr als 150 Jahren Franzosen und Indianer um den Besitz der Insel Aruba gekämpft. Die Franzosen waren zwar siegreich - verloren sie aber später an die Holländer. Es geht weiter zur Nordküste. In Fontein finden sich alte Felszeichnungen von Arawak-Indianern in Höhlen. Der Hooiberg mit einer Höhe von 167 m ist der Aussichtsberg von Aruba. Er liegt in der Mitte der Insel.


Sehr interessant ist die "Natural Bridge" an der Nordküste bei Andicouri. Die Naturbrücke (Reisetipp "Naturbrücke") ist die größte und höchste ihrer Art in der Karibik. Es gibt aber noch eine weitere Naturbrücke in westlichen Hemissphäre: die "Puente del Inca" in den Anden auf dem Weg von Mendoza nach Chile (siehe Reisebericht "Argentinien" ). Letztere ist nicht durch starken Wellengang, sondern duch Salzablagerungen aus heißen Quellen entstanden. Bereits im Zusammenhang mit der "Taucherinsel" Bonaire fanden die Haifische der Karibik eine besondere Erwähnung. Der bekannte Forscher und Taucher Hans Hass beschrieb in seinem ausgezeichneten Buch "In unberührte Tiefen" seine erste Begegnung mit dem "Tiger des Meeres".

Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges tauchte er mit Freunden vor der Insel Klein-Bonaire (sie hatten dort ihre Zelte aufgeschlagen) und lernte hier den Umgang mit Haifischen: mit einem speziellen Haifisch-Stock und mit Hilfe von lauten Schreien unter Wasser. Im Wasser auf der rauhen Nordseite der Nachbarinsel Aruba befinden sich sehr viele Haie. Dort ist auch der Futterplatz der Arubianer für die Haifische (es werden dort Abfälle ins Meer geworfen - in der Nähe der "Natural Brigde" bei Andicouri). Haifisch-Fütterung Die Tour ging weiter in Richtung Osten. Schon von weitem konnte man erkennen, mit welcher Wucht die Wellen am Strand auflaufen. Boca Prins (Reisetipp "Boca Prins") ist eine sehr schön gelegene kleine Sandbucht an der rauhen Ostküste. Die Freude über die Entdeckung dieser Abkühlungsmöglichkeit war groß - leider war aber das Baden wegen der Unterströmungen sehr gefährlich und wir haben davon abgesehen.

Wer die Tour mit einem schönen Schnorchel- oder Taucherlebnis beschließen möchte, der sollte zur Westküste nach Malmok fahren. Oberhalb vom Palm Beach befindet sich das Wrack des deutschen Frachtdampfers "ANTILIA". Die deutsche Besatzung hat das Schiff im Zusammenhang mit der Kriegserklärung und Besetzung Hollands am 10. Mai 1940 selbst versenkt. Anschliessend kamen die Deutschen offensichtlich in das Internierungslager auf der holländischen Nachbarinsel Bonaire. Übrigens entstand aus dem Lager im Jahre 1952 das Hotel Flamingo Beach (später: Divi Flamingo Beach Resort). Dort hatten wir den ersten Teil dieses Karibik-Urlaubes gewohnt. Das Schiffswrack ist ein beliebtes Ziel für Taucher und kann auch angeschwommen werden, da ein Teil der Aufbauten noch aus dem Wasser ragen und sich das Schiff in der Nähe des Ufers befindet. Werner, Jochen und ich liessen es sich nicht nehmen, das Wrack ebenfalls anzuschwimmen.

Auf unserer Insel-Tour kamen wir auch an der Lago Raffinerie in San Nicolas (auf der östlichen Seite der Insel) vorbei. Die Verarbeitung von Rohöl (vom Maracaibosee in Venezuela) begann 1929. Zur Zeit unseres Urlaubes (1982) wurden 450.000 Barrel pro Tag verarbeitet. Im Hafen von San Nicolas können Tanker bis zur Größe von 120.000 BRT ankern. Etwa 1.900 Schiffe pro Jahr (1982) entladen oder laden Rohöl oder Raffinerie-Erzeugnisse. Die Raffinerie hat einen sehr starken wirtschaftlichen Einfluß auf die Entwicklung der Insel.

Am Freitag, den 16. April 1982, war der Tag der Verabschiedung vom herrlichen Strand der Insel Aruba. Deshalb begaben wir (Ulla, Jochen und ich) uns auf eine ausgiebige Strandwanderung in Richtung Oranjestad. Unterwegs entdeckten wir eine größere Kolonie von Graupelikanen. (Reisetipp "Graupelikane") Der amerikanische Graupelikan (oder "Braunpelikan") kann bis zu 15 kg schwer werden - bei einer Flügelspannweite bis zu 3 m. Er lebt in warmen Gewässern und ernährt sich ausschließlich von Fischen. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen fängt er die Beute im Sturzflug. Die Fische werden dann in den dehnbaren Kehlsäcken transportiert und an die Jungen verfüttert.


Für unsere Reise in die Karibik hatte ich mir "The Carribian Bargain Book" (Edition 1980/81) besorgt. Da wir nicht immer im Andicuri Supper Club unseres MANCHEBO BEACH Resort essen wollten, orientierten wir uns auch an den Empfehlungen des "Handbuches". Dies war teilweise - was das Essen anging - sehr enttäuschend (Tamarijn, Old Mansion, Brisas del Mar). Das Essen in unserem Resort, im "Talk of the Town" und im "French Staek House" war dagegen damals (1982) sehr empfehlenswert. Noch ein Wort zum Insel-Eindruck: Nun hatte ich bereits 1975 eine Trauminsel in der Karibik, die kolumbianische Insel SAN ANDRES vor der Küste von Nicaragua, kennengelernt. Damit konnte Aruba nicht verglichen werden, denn sie hat sehr wenig Vegetation.

Da für mich das herrliche Tauchen vor der Insel Bonaire an erster Stelle stand, fand ich nur den langen Korallenstrand von Aruba als besonders reizvoll. Die restlichen Mitglieder unserer kleinen Reisegruppe mögen dies anders gesehen haben. Jochen, der damals neben englisch, dänisch auch ausgezeichnet holländisch sprach (er besuchte die Deutsche Schule in Den Haag) amüsierte sich auf jeden Fall köstlich mit dem gleichaltrigen Sohn des Hotelmanagers und hatte auch sonst keine Kontaktschwierigkeiten.

Am Samstag, den 17. April 1985, war gegen 17 Uhr der Rückflug mit der KLM von Curacao nach Schiphol in Holland. Bei der Zwischenlandung auf dem Flughafen von Maiquetia in Venezuela erinnerte ich mich an meine erste Landung im Morgengrauen des 18. Oktober 1975 - am Anfang meiner 2. Südamerika-Reise. KLM war übrigens auch mein "Kurzname" während meiner Zeit bei Niro Atomizer A/S in Kopenhagen. Als ich dann in Holland arbeitete, nannte mich die Dänen bei meinen Besuchen in der Zentrale immer "Der fliegende Holländer". Für meine Aktivitäten im INTERNET benutze ich meinen Nutzernamen "klmmetzger". Unter diesem Suchbegriff finden sich bei GOOGLE in der Zwischenzeit fast 14.000 Fundstellen.

Mit dem Rückflug nach Holland begann für mich auch ein neuer, beruflicher Abschnitt. Da ich mich mit meinen organisatorischen Vorstellungen bei Niro Atomizer in Holland nicht durchsetzen konnte, stellte ich meine Position als Technical Manager zur Verfügung. In Kopenhagen signalisierten mir Freunde (wie Hans Justesen), dass man bei Niro Atomizer A/S in Kopenhagen im Prinzip bereit sei, mir eine Abfindung zu zahlen. Nach einigen "Pokerrunden" mit dem Personalchef meiner Firma konnte ich 35.000,- DM Abfindung und den Erlass meiner Hausfinanzierung (78.000,- Gulden) bei Niro Atomizer A/S durchsetzten. Meinen Gehalt wurde bis Juni 1982 bezahlt und meinen Dienstwagen brauchte ich erst im Juli zurückzugeben. Am 14. Juli 1982 übernahm ich meinen ersten Leasing-Wagen (AUDI 100) von der Firma Schäuble in Oldenburg. Dies waren Ideal-Bedingungen für den Beginn meiner Selbständigkeit als Beratender Ingenieur in der norddeutschen Molkereiwirtschaft (ab Mai 1982) . Im Prinzip hatte ich nur meinen Platz auf die andere Seite des "Verhandlungstisches" (als Berater des Kunden) gewechselt! In März 1984 zogen wir von Gouda in unser neues Haus in Hildesheim um.

Fotos und Text: Klaus Metzger

Siehe auch BILDBAND: (IMPRESSIONEN bei Nacht und in der Dämmerung)
                   BILDBAND: (Unterwegs mit dem Flugzeug)

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